Das perfekte Familienbild – 5 Tipps vom Profi

Ich liebe Fotos, hab ich schon oft erwähnt. Problematisch ist nur, dass wenn man selbst fotografiert niemals nie auf den Bildern drauf ist (Selfi-Sticks zählen nicht). Und wenn ich dann doch mal jemanden die Kamera in die Hand drücke, um ein hübsches Bild von mir und meinen Liebsten zu machen, ist das Ergebnis oft ne Katastrophe.
Zu viel Füße, zu wenig Gesicht. Einer hat immer die Augen zu, oder schaut krampfig-bescheurt in die Kamera, die Sonne scheint so sehr, dass alle mit zusammengekniffenen Augen in die Kamera blinzeln, einer niest, einer heult … die Liste ist endlos.

Wie froh war ich, als wir im letzten Dezember eine tolle Fotografin gefunden haben, die sich nicht nur ganz viel Zeit für uns genommen hat, sondern auch noch wunderschöne Erinnerungen mit ihrer Kamera eingefangen hat.

Sophia Molek, heißt die Dame und hat auch für dein perfektes Familienbild 5 wertvolle Tipps.

Bühne frei!

1. Wie schaffe ich es, dass mein Bild natürlich und nicht gestellt wirkt?

Die besten Fotos entstehen, wenn man der Fotograf und die Familie Sympathie füreinander empfindet. Gerade bei Familienshootings ist es wichtig, dass ich mich als Fotografin nicht in den Vordergrund dränge, sondern stets als stille Beobachterin das Geschehen festhalte. Die Chemie muss stimmen, damit auf beiden Seiten Wohlfühlatmosphäre entsteht. Nervosität und Aufregung vor und während eines Shootings sind völlig normal, aber man sollte niemals den Spaß oder die gute Laune dabei aus den Augen verlieren. Ich schätze es sehr, wie mir Familien oder andere Kunden das Vertrauen entgegenbringen, das für stimmungsvolle und authentische Fotos unabdingbar ist.

2. Wie platziert man die Familienmitglieder am besten?

Ich versuche mich eher im Hintergrund zu halten und der Familie Hilfestellungen zu leisten, möchte sie nicht zwangsläufig „platzieren“. Natürlich ist es meine Aufgabe, auf das richtige Licht, den richtigen Hintergrund und die Familie im Zusammenspiel zu achten, Emotionen und Geschichten entstehen aber meistens genau dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Detailaufnahmen und weite Winkel sind gleichermaßen wichtig. Ich fotografiere gern ungezwungen bei einem Spaziergang im Park oder Wald. Gerade bei Familienbildern lohnt es sich als Fotografin, auch bekannte Regeln zu brechen und mal in Kinder- bzw. Froschperspektive zu fotografieren.

3. Was ist zu tun, wenn die Kinder keine Lust haben sich fotografieren zu lassen?

Gerade bei einem Familienshooting mit kleinen Kindern muss der Fotograf manchmal viel Geduld und Zeit mitbringen. Wichtig ist, dass man sich in solchen Momenten nicht selbst stresst oder unter Druck setzt. Ich poche selten auf die im Paket vereinbarte Zeit und wenn manche Shootings etwas länger dauern, habe ich damit kein Problem. Mir ist es viel wichtiger, dass alle Parteien mit dem Ergebnis zufrieden sind und ich mindestens genauso stolz auf die Fotos sein kann wie die Kunden selbst. Falls Kinder also manchmal keine Lust haben, versuche ich spaßige Posen einzubringen oder mit viel Ruhe und Gelassenheit zu reagieren. Letztlich zählen für mich die Emotionen – auch ein ungestelltes Bild mit schmollendem Kind kann perfekt sein.

4. Zu welcher Tageszeit kann man die schönsten Bilder draußen machen?

Wir Fotografen sind natürlich immer auf der Suche nach dem perfekten Licht. Das lässt sich oftmals aber gar nicht nur an einer Tages- oder Uhrzeit festmachen, sondern vor allem auch an Wetter, Wolkenbildung und Jahreszeit. Wenn die Sonne in den Mittagsstunden sehr hoch am klaren Himmel steht, wirft das harte Schatten im Gesicht der abgebildeten Personen. Deswegen empfehle ich ein Shooting oftmals am frühen Vormittag oder abends etwa 2 Stunden vor Sonnenuntergang. Tiefstehende Sonnenstrahlen können so auch wunderschöne Gegenlichteffekte erzeugen. Ein bewölkter Himmel zaubert sehr weiches und sanftes Licht und ist für uns Fotografen immer die simpelste Möglichkeit, schöne Bilder zu zaubern.

5. Was gibt es bei der Kleidung zu beachten?

Ich gebe meinen Kunden vor jedem Shooting Stylingtipps, damit die Kleidung gut aufeinander abgestimmt ist. Meine Pinterestwand bietet verschiedene Vorschläge und Inspirationen. Generell gilt: Die Farben der Kleidung sollten miteinander harmonieren und gleiche Farbtöne, die im Bild später nebeneinander zu wenig Kontrast bilden, sollten vermieden werden. Ich mag gedeckte Farben, in bestimmten Locations oder gerade in der warmen Jahreszeit sind knallige Farben aber auch toll!

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*Anmerkung der Redaktion, Sophia hat natürlich auch das komplette Gesicht des Babymanns fotografiert. Wenn ihr mich mal besucht, könnt ihr gerne einen Blick in unser Fotoalbum werfen.

Falls ihr auf der Suche nach einer tollen Fotografin für ein schönes Familienbild, eine Hochzeit oder auch den Geburtstag von Onkel Manfred seid, empfehle ich euch wärmstens Sophia Molek.
Sophia liebt neben Kakteen und Avocados vor allem ihre Kamera und die Menschen davor. Das spürt man in jedem ihrer Bilder.

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Tatda, das ist die Dame hinter der Kamera, Sophia Molek.

5 Kommentare zu „Das perfekte Familienbild – 5 Tipps vom Profi

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